Kleine Sonne, grosse Wirkung

Wie Rauchs Lehrlinge in Armenien einen Zaun bauen und damit die eigenen Grenzen erweitern

Normalerweise lernen die ca. 30 Lehrlinge von Rauch ihr Rüstzeug direkt in den verschiedenen Abteilungen – von Produktion und Labor bis zur IT und Logistik. Im August 2015 lernten fünf von ihnen eine ganz andere Welt kennen: Gemeinsam mit ihrem Ausbilder Wolfgang Bartl flogen sie ins 3.000 Kilometer entfernte Armenien nach Gyumri.

In der zweitgrößten Stadt des armen Landes errichtete die Caritas gerade „Emils kleine Sonne“, eine Tagesstätte für Kinder mit mehrfacher Behinderung. Den Anstoß für dieses Projekt gab ein Vorarlberger. Viele Unternehmen aus dem Ländle bauten mit. „Ein Freund erzählte mir davon und meinte, 500 Meter Zaun würden sie noch brauchen“, erinnert sich Wolfgang Bartl, Lehrlingsbetreuer bei Rauch, „sonst würde ihnen alles gestohlen.“

Zwölf bewegende Tage

Fünf Lehrlinge konnten an dem Projekt teilnehmen. Erst fertigten sie in Bartls Schlosserei die Elemente des Metallzauns. Dann flogen sie mit ihrem Betreuer für zwölf Tage nach Gyumri. Zwölf Tage, die viel bewegten. Zaun montieren, mit den vorhandenen, meist sehr, sehr einfachen Mitteln. Mittagessen gemeinsam mit den betreuten Kindern des Zentrums. Miteinander in einer WG leben, in einem Kloster mit strengen Sitten, Kloputzen inklusive. Bartl: „Nach der Landung beim Rückflug drückten mir die fünf einen Brief in die Hand. Sie hatten spontan zusammengeschrieben, wie sehr sie die Erlebnisse dieser Tage bewegt hatten. Toll!“

„Emils kleine Sonne“ eröffnete im Herbst 2015 und bietet seither 400 Kindern und ihren Familien eine etwas bessere Zukunft. 2017 flog nochmals eine fünfköpfige Lehrlingsgruppe von Rauch nach Gyumri und baute im Garten des Zentrums rollstuhlgerechte Brücken, Außenmöbel und Hochbeete.

Fünf Lehrlinge von Rauch halfen bei einem Behindertenheim in Armenien.

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