Karton statt Glas: Rauch entdeckt den TetraPak

Abnehmer lieben die neue praktische Verpackung 

„In Milchkartons! Die Schweden verkaufen Saft tatsächlich in diesen Milchkartons. Genial.“ Franz Rauch hatte im Norden Europas Molkereien besucht, die schon damals wichtige Kunden für Konzentrate aus Rankweil waren. Diese füllten ihre Milch schon seit Jahren erfolgreich in die damals neuen Kartonpackungen der schwedischen Firma TetraPak ab. So kamen die Molkereien auf die Idee, auch Fruchtsaft in diese Packungen abzufüllen.
Der Startup-Spirit in Rankweil war geweckt. Der erste Versuch 1978 ging allerdings in die Hosen: Nach einer Lohnfüllung bei einer Schweizer Molkerei reklamierten Kunden: „Der Apfelsaft schmeckt irgendwie … nach Milch“. Deren Reinigungssystem war den hohen Anforderungen an Saft nicht gewachsen. Die Lösung: Rauch kaufte 1979 als einer der ersten Betriebe in Europa drei eigene Tetra Pak Anlagen – und eroberte mit dieser innovativen Verpackung in wenigen Jahren die Marktführerschaft in Österreich.
Die Konsumenten liebten die beschichteten Kartons, denn sie waren viel praktischer und leichter als die üblichen Glasflaschen, zudem unzerbrechlich. Die Hersteller und Händler liebten sie, denn die Ziegelform war perfekt für Transport, Lagerung und Präsentation im Regal.

 

 

Die ersten Rauch TetraPaks wurden in einer Schweizer Molkerei testgefüllt.
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