Von Tante-Emma zum Supermarkt

Rauch nutzt die Revolution des Einzelhandels

Lebensmittel kaufte man bis in die 1950er Jahre im Laden ums Eck. Meist ein kleineres Geschäft mit Theke, das überschaubare Sortiment für den Alltagsbedarf dahinter in Regalen sauber präsentiert. Man bestellte bei der freundlichen Bedienung im weißen Arbeitskittel. Dorfklatsch inklusive. Das war sehr nett. Und sehr umständlich. Die Idee, den Lebensmittelhandel deutlich einfacher zu gestalten, griff ab Mitte der 50er Jahre auch in Österreich um sich. Händler mit Weitblick gründeten neue Handelsketten. Gemeinsamer Einkauf, einfachere Liefer- und Lagerlösungen, z. B. durch Rollbehälter. Und Selbstbedienung. Diese neuen Organisationen hießen ADEG, Spar und Billa. Viele Lieferanten und manche Händler verschlossen sich dem Trend. Wehrten sich. Die Rauch‘s sahen die Chancen. „Beim Frühstück las mein Vater davon in der Zeitung. Die drei jungen Drexel-Brüder von der Mehlhandlung in Dornbirn hatten im November 1957 mit 70 Einzelhändlern die SPAR-Kette in Vorarlberg gegründet“, erinnert sich Franz Rauch. Wenige Wochen später fuhr Eduard Rauch zusammen mit seinem 17-jährigen Sohn nach Dornbirn. Im kleinen Büro der Mehlhandlung trafen sie sich mit Luis Drexel und vereinbarten die Zusammenarbeit. Gute Ideen setzten sich durch. Die neuen Handelsketten wuchsen rasant. Und Rauch wuchs in Österreich mit.

Neue Handelsformen revolutionieren den Lebensmittelhandel: Selbstbedienung im Laden und zentrale Belieferung statt Einzelzustellung durch Lieferanten

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